
Und wieder eine neue Rubrik: der Film des Monats Juli ist eindeutig Naked Lunch, der endlich einmal erschwinglich genug war, um ihn mir zuzulegen.Von Romanverfilmungen halte ich meistens wenig, weil ich den Leute immer sagen: "Dann lest halt das Buch." Dies deshalb weil der Film meistens nur ein Abklatsch des Buches ist - und warum für eine Wiederholung bezahlen?
Es gibt aber auch Filme, die interpretieren das Buch neu bzw. schaffen etwas anderes daraus. Und wenn dann der Autor - in diesem Fall - Burroughs - auch noch bei der Regie - in diesem Fall Cronenberg - mitwirkt, kann eigentlich nichts schief gehen.
Deshalb mein Tipp: anschauen. Man spart sich die Drogen, weil man nach 15 Minuten das Gefühl hat, selber welche genommen zu haben. Ein seltsamer Film, offen für jede Interpretation.
Filmformel
Skandalschriftsteller und Meisterregisseur + "Das schwarze Fleisch von den riesigen im Wasser lebenden brasilianischen Tausendfüßlern", sprechende Arschlöcher, Insektenschreibmaschinen und "Es ist Zeit für das alte Wilhelm-Tell-Spiel" = Interzone, gemixt mit einem Schuss Mugwumpsperma.

2 Kommentare:
War ja anfangs skeptisch, aber der Film hat was. Definitiv. Die Schreibmaschinen sind unschlagbar!
"Bill, Würdest du mir ein Bisschen von dem gelben Pulver auf die Lippen schmieren?"
:-)
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